Die unterschiedlichen Teesorten im Überblick

MIYAMA KIRISHIMA SENCHA (organic)

Für den Miyama Kirishima Sencha verwendet Familie Hayashi die Teeblätter von besonderen Teesträuchern, die zum Teil bereits vor etwa einhundert Jahren von der damaligen Generation von Familie Hayashi angepflanzt wurden. Die Blätter dieser ehrwürdigen Sträucher, die in ihrer Form nicht in einem anderen Teegarten zu finden sind, prägen den unverwechselbaren Geschmack dieses Tees.

Heutzutage übliche Teesträucher wie die bekannten Varietäten Yabukita, Asatsuyu, Oku Midori usw. hingegen werden oftmals nur um die 30 Jahre alt, und schmecken selbstverständlich anders. Worin liegt also genau der Unterscheid?

Während es sich bei den üblichen Teestrauch-Varietäten um Pflanzen handelt, die aus Stecklingen gezogen wurden, so wurden die 100 Jahre alten Sträucher von Familie Hayashi aus Samen herangezogen. Es handelt sich bei den aus Samen gezogenen Sträuchern genau genommen nicht um eine Varietät, sondern jeder einzelne Teestrauch bildet eine einzelne Varietät, wie auch an den Sträuchern in jeder Reihe erkennbar ist, denn die Blattfarbe, Größe etc. unterscheidet sich bei jeder Pflanze.

„Zai-rai-shu“ lautet die japanische Bezeichnung dieser Sträucher, was direkt übersetzt „Strauch, der aus einem Samen entstand“ bedeutet. Dank der Vielfalt dieser „Zairaishu“, denn es handelt sich eben um exakt so viele Varietäten in einem Garten, wie Sträucher in selbigem Garten vorhanden sind, ergibt sich ein besonders runder, weicher Geschmack.

Asamushi Kanaya Midori

ASAMUSHI KANAYA MIDORI (organic)

Die Blätter für diesen exakt geformten, nadligen, klar strukturierten Sencha stammen ausschließlich von der Strauchvarietät Kanaya Midori. Die Teestrauch-Varietät Kanaya Midori zeichnet sich durch eine dunkelgrüne Blattfarbe und eher feste Blätter aus, die daher gut für die Herstellung von Asamushi Sencha – also flach gedämpftem Sencha geeignet sind. Der Ausdruck „flach gedämpft“ (Japanisch: „asa-mushi“ ist in der Tat aussagekräftig, denn der Dampf dringt bei festeren Blättern eben weniger tief in die Blätter ein. Sicherlich, auch die Dämpfungszeit spielt eine Rolle, weshalb „asamushi“ oftmals eben auch als „kurz gedämpft“ übersetzt wird, was die Bedeutung des japanischen Terminus jedoch nur indirekt wiedergibt.

Der Geschmack dieses Tees, des Asamushi Kanaya Midori, ist leicht und blumig bei klarer, heller, grün-gelblicher Tassenfarbe. In den meisten Fällen wird Kanaya Midori in Cuvées eingesetzt, um einem Tee geschmackliche Tiefe zu verleihen, obgleich sie einzeln, und als Asamushi verarbeitet, eher durch ihre florale Leichtigkeit zu beeindrucken weiß. In ihrer reinen Form ist die Strauchsorte Kanaya Midori als Rarität zu bezeichnen.

KIRISHIMA TOKUJOU SENCHA (organic)

Beim Kirishima Tokujou Sencha handelt es sich um eine sehr elegante und abgerundete Komposition, die auf edles Blattgut der ersten Ernte von mehreren Teestrauch-Varietäten des Teegartens von Familie Hayashi zurückgreift. Sowohl Teeblätter aus beschattetem Anbau [kabuse-saibai], als auch Blattgut aus nicht beschattetem Anbau [roji-sabai] gehören zur Komposition dieses Tokujou Sencha aus Kirishima.

Die Tassenfarbe begeistert durch ihr intensives Grün, weder zu leicht noch zu tief, eben perfekt ausbalanciert. Süße Nuancen [amami] gesellen sich harmonisch zum Umami, das deutlich zu spüren ist, aber nicht dominiert. Ein durch und durch eleganter Tee, der jedoch nicht allzu empfindlich auf Wassertemperatur und Ziehzeit reagiert, und dadurch perfekt für den gehobenen Teegenuß im Alltag geeignet ist.

Zum Blattgut gehören unter anderem Blätter der Teestrauch-Varietäten Asatsuyu und Yabukita.

KIRISHIMA TENNEN GYOKURO (organic)

Die Asatsuyu-Sträucher finden sich im Bio-Anbau recht selten, da sie als sehr empfindliche Teestrauchvarietät gelten, die beim ökologischen Anbau nicht leicht vor Insekten zu schützen ist, die die Süße dieser edlen Strauchvarietät lieben. Familie Hayashi im Kirishima Gebirge ist es jedoch gelungen die sensiblen Asatsuyu-Sträucher in ihrem biologischen Teegarten heranzuziehen, und sie trotz der verhältnismäßig langen Beschattung unbeschadet zu erhalten.

Bekannt ist die Asatsuyu geschmacklich für Ihre Süße, Feinheit und Eleganz, die durch die lange Beschattungszeit dieses Tees umso mehr zum Tragen kommt.

„Tennen Gyokuro“ ist der Beiname einiger Teestrauch-Varietäten, die sich durch ihre natürlich Süße und ein besonderes Umami auszeichnen. Die wörtliche Übersetzung von „Tennen Gyokuro“ ist „natürlicher Gyokuro“.